Immer mehr Jugendliche haben Probleme mit dem Essen. Diese stehen oft im Zusammenhang mit anderen Problemen der Pubertät, mit Krisen und dem eigenen Selbstbild. Deshalb sind Essstörungen im medizinischen Sinn seelische Krankheiten. 
Hier soll ein kurzer Überblick mit den wichtigsten Informationen über die verschiedenen Formen von Essstörungen gegeben werden.

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Ganz allgemein…

kann man sagen, dass es bei allen Formen von Essstörungen zu einer ständige Beschäftigung mit dem Essen kommt und kennzeichnend ist auch die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper und dem Gewicht.
In vielen Fällen spielt die Familiengeschichte eine wichtige Rolle. Betroffene Frauen haben in ihrer Lebensgeschichte nicht selten eine sehr schlechte Erfahrung im Bereich der Sexualität gemacht.

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Magersucht ist eine Erkrankung, meistens von Mädchen und jungen Frauen, aber auch immer häufiger von Jungen und jungen Männern, bei denen das Selbstbild und Körperempfinden gestört ist und der Gewichtsverlust zum Inhalt des Denkens und Handelns wird.
Die Betroffenen empfinden sich "als zu dick", auch wenn sie erhebliches Untergewicht aufweisen. Häufig ist Magersucht gepaart mit hohem Leistungsdenken. Ca. 0,5- 1% der Frauen zwischen 12 und 25 Jahren leiden an Magersucht.

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Die Binge-Eating-Disorder ist ein relativ neuer Krankheitsbegriff, der in den USA entwickelt wurde. "Binge-Eating" lässt sich am einfachsten mit dem Wort "Essattacke" übersetzen.
Wie bei der Bulimie äußert sich Binge Eating durch wiederholte Heißhungerattacken und Fressanfälle, allerdings ohne anschließendes Erbrechen oder den Missbrauch von Abführmitteln.

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Bulimie ist durch wiederholte Attacken von Heißhunger ("Fressattacken"), gefolgt von selbst herbeigeführtem Erbrechen gekennzeichnet. 
Betroffene essen große Mengen an sehr kalorienreicher Nahrung, die ansonsten eher tabu sind: meist fett- und kohlenhydratreiche Nahrungsmittel. Bis zu 50 000 Kalorien werden bei einer solchen Attacke gegessen. 

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Adipositas ist eine chronische Krankheit und kann auch bezeichnet werden als Obesitas (engl. obesity) oder Fettleibigkeit. Dabei handelt es sich um eine übermäßige Vermehrung oder Bildung von Fettgewebe. Im Unterschied zur Binge-Eating-Disorder hat Adipositas in den meisten Fällen nichts mit Sucht zu tun.
Der Mediziner spricht von Adipositas ab einem Body-Mass-Index von 30, von Übergewicht hingegen ab einem Body-Mass-Index von 25. Adipositas kennzeichnet somit einen gewissen Schweregrad von Übergewicht.