von Alexa von Heyden

hinter dem blau

Für Euch gelesen von Userin Anna-Lisa:
"„Meine Mutter steht hinter einer Absperrung in Terminal 1 und lächelt in sich hinein. […]Mein Vater holt mich nicht ab. Er ist tot.“
Als sie 5 Jahre alt ist, nimmt Helenas Vater sich das Leben.
Im Zuge ihrer Abschlussarbeit beschäftigt sie sich 20 Jahre nach seinem Suizid zum ersten Mal intensiv mit den lange verdrängten Erinnerungen an seinen Tod, holt alte Fotos und Tagebücher vom Dachboden und fährt schließlich sogar noch einmal zurück an den Ort des Geschehens. Es geht aber nicht nur um den Tod, sondern vielmehr auch um das Weiterleben nach dem Suizid eines geliebten Menschen, um den Weg zurück in Leben. Helena, genannt „Sunny“ erzählt unverblümt von den schrecklichen Bilden, den Vorwürfen, die sie sich selbst, aber auch ihrem Vater macht und davon, wie es ist, mit dem Tabu aufzuwachsen, dass ihr Vater sich das Leben genommen hat.
Das Buch beruht auf der Lebensgeschichte der Autorin. Die Leichtigkeit ihrer Worte nimmt den Leser an die Hand und katapultiert ihn gleichzeitig direkt hinein in das Tabu-Thema Suizid.
Zwar geht es schwerpunktmäßig um den Verlust eines Menschen durch Suizid, nichtsdestotrotz gibt es aber auch viele Passagen, in denen man sich wiederfindet, wenn man einen Angehörigen auf eine andere Art und Weise verloren hat."

ISBN: 978-3-944296-03-6, Eden Books

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von Nina Lacour

Ich werde immer da sein, wo du auch bistFür Euch gelesen von Userin Chiara:

In dem Buch "Ich werde immer da sein, wo du auch bist" geht es um ein junges Mädchen namens Caitlin, die ihre beste Freundin Ingrid durch einen Suizid verloren hat. Aus Caitlins Sicht wird geschildert , wie sie mit der Trauer umgeht. Zu Anfang des Buches kann sie noch nicht nachvollziehen wieso Ingrid sich umgebracht hat, denn sie hat keine Abschiedsbriefe hinterlassen und auch sonst nichts. Doch als sie Ingrids Tagebuch unter ihrem eigenen Bett findet und darin liest, versteht sie nach und nach was los war. Es erschüttert sie und rüttelt sie gleichzeitig wach, zeigt ihr, dass sie weiterleben sollte. Jedoch wird nicht nur erzählt wie es Caitlin damit geht. Je länger man das Buch liest, desto weitere Kreise zieht es. Man erfährt wie die Eltern, Freunde und Lehrer damit umgehen. Es zeigt, dass ein Suizid nie ohne Spuren bleibt und öffnet die Augen. Es ist sehr einfühlsam geschrieben, weshalb man es gerne liest.

 (ISBN 978-3-596-85413-4, Fischer KJB Verlag)

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von Chris Paul

Keine Angst vor fremden Tränen

Für Euch gelesen von Lisa:

Dieses Buch ist ein hilfreicher Leitfaden, wie man trauernden Menschen einfühlsam begegnen kann. Durch eine Vielzahl von praktischen Beispielen wird die eigene Unsicherheit im Umgang mit Trauernden verständlicher und es werden Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie man sich in diesen Situationen sicherer fühlen kann. Themenbereiche wie der Umgang mit Begräbnissen, Trauerkarten und anderen Ritualen, sowie Trauer von Kindern  werden ebenso aufgegriffen wie das Thema Trauer bei Suizid. Durch diese und viele weitere Themen können vielzählige Fragen, die im Umgang mit Trauernden auftauchen, geklärt werden. Kurz nachdem ich das Buch gelesen habe, starb der Vater eines Freundes. Ich war froh, das Buch gelesen zu haben – es hat mir viel Unsicherheit genommen und mir sehr geholfen, mit der Situation umzugehen. Ich empfehle es daher jedem weiter, auch denjenigen, die gerade nicht in der Situation stecken.

(ISBN: 978-3-579-07303-5, Gütersloher Verlagshaus)

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Bild KrisenkompassFür Euch gelesen von Lisa:

Der Krisenkompass ist ein Ordner mit vier Themenheften, in denen verschiedenste Krisen im Kontext Schule thematisiert werden. Die einzelnen Beiträge sind kurz und prägnant, sodass man sich rasch einen Überblick verschaffen kann. Der Ordner bietet Hintergrundinformationen und Tipps zu Vorsorgemaßnahmen, z. B. dem Aufbau eines Krisenteams. Außerdem sind konkrete Handlungsempfehlungen für den Ernstfall sowie ausführliches Zusatzmaterial (s. u.) enthalten.
Meiner Meinung nach sollte dieser Ordner in jeder Schule stehen, da er über Krisen aufklärt, die im Normalfall nicht thematisiert werden. Im Akutfall ist dieses Wissen notwendig und es kann anhand des Ordners schnell und ohne viel Aufwand erfasst werden.

Heft 1: Krisen (u.a. Gewalt, depressive Störungen, Essstörungen, Mediensucht)
Heft 2: Tod (u.a. Suizid)
Heft 3: Abschied (u.a. Trauerrechte, -reaktionen, -bewältigung, Abschiedsfeier, Todesnachricht)
Heft 4: Hintergrund (u. a. zu Trauma Krisenintervention, akute Belastungsstörung, Schuld, Resilienz)
Heft 5: Krisenmanagement (u. a. Evakuierung, Krisenteam, Bombendrohung)
Heft 6: Zusatzmaterial (u. a. Fotos, Gedichte, Telefonnummern, Adressen)

(ISBN 978-3-292-00601-1, SchulVerlag Deutschland) Zu beziehen hier.

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Von Mechthild Hüsch und Ulrich Roth

Da spricht man nicht drueber - CoverFür Euch gelesen von Lisa:

Der zwölfjährige Jakob hat seinen Vater durch Suizid verloren. In diesem Buch erzählt er, wie er den Verlust empfindet und wie andere Menschen reagieren. Manches macht Jakob traurig, anderes hilft ihm. Die Geschichte wird von teilweise symbolhaften Illustrationen untermalt. Das Buch soll zur Enttabuisierung des Themas Suizid beitragen und Kinder ermuntern, über ihre Gefühle zu reden. Gefallen hat mir, dass die Geschichte trotz kurzer, einfacher Sätze und schlichter Bilder viel ausdrückt und sehr einfühlsam ist.

(ISBN: 978-3-934794-33-7, Verlag: Hüsch & Hüsch)

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Von Barbara Juen und Manuela Werth

Dann geh ich zu Mama ins Bett - CoverFür Euch gelesen von Lisa:

Dieses Buch richtet sich an Erwachsene und Kinder gleichermaßen. Das Buch soll dazu verhelfen, trauernde Kinder besser zu verstehen und zu unterstützen. Der erste, theoretische Teil richtet sich an Erwachsene, es wird anhand von vielen Beispielen beschrieben, wie Kinder verschiedener Altersgruppen den Tod verstehen, wie sie trauern und wie man sie dabei unterstützen kann. Dabei geht es um den Tod allgemein, aber auch um Suizid.
Der zweite Teil des Buches besteht aus einer Bildergeschichte, in der ein Junge und ein Mädchen ihren Vater verlieren. Die Geschichte ist bewusst offen gehalten, damit sich Kinder in unterschiedlichen Situationen besser hineinversetzen können. Das Buch ist dazu gedacht, von Kindern zusammen mit Erwachsenen gelesen zu werden.
Der theoretische Teil des Buches hat mir besonders gefallen, er informiert umfassend und verständlich. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch betroffenen Erwachsenen sehr weiterhelfen kann.

(ISBN 978-3-85093-215-8, Verlag: Bernkamp)

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von Andreas Knuf und Christiane Tilly

borderline-selbsthilfebuchFür Euch gelesen von Kathi, einer Userin:

Das Buch gibt Informationen über Borderline - es zählt typische Borderline-Symptome auf und erklärt sie. Gleichzeitig gibt es hilfreiche Tipps, wie man Krisen verhindern oder abschwächen kann. Auch durch anschauliche Berichte von Betroffenen und ihrem Leben mit dieser Krankheit kann man besser nachvollziehen, was Borderline bedeutet. Es gibt einen kleinen Verhaltensanalyse-Bogen, mit dessen Hilfe man sein Verhalten selbst analysieren kann, und unter dem Punkt "Anregungen für die persönliche Selbsthilfe" kann man auch heraus finden, was wichtig für einen selbst ist. Auf den hinteren Seiten bekommt man hilfreiche Tipps zur Suche von Therapeuten/Selbsthilfegruppen.
Ich finde das Buch ist sehr hilfreich für Betroffene, denn es erklärt so manche Verhaltensweise und Gedankengänge - aber auch der Ablauf einer Therapie wird genau geschildert, und so die Angst davor genommen . Auch für die Angehörigen von Borderliner ist dieses Buch etwas, da man die Betroffenen und ihre Symptome besser versteht.

(ISBN 978-3-86739-004-0, Psychiatrie-Verlag)

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von Lola Renn

Für Euch gelesen von Carolin:

„Ich habe schon wieder Nasenbluten. Es tropft wie blöd aufs Buch, aufs Pult, in meine Hand. Scheiße. Sarah kramt nach Taschentüchern. Ich mache die augen zu und versuche, mich auf was Schönes zu konzentrieren, letztes Mal hat das geholfen.“
So beginnt die Geschichte von Zeta, einem 16-jährigen Mädchen, das gerne mit der besten Freundin um die Häuser zieht und in Micha ihre erste große Liebe findet. Alles scheint in Ordnung, wären da nicht ihre alkoholsüchtigen Eltern. Ihr Vater, der Zeta bei jeder Gelegenheit seine Macht spüren lässt und ihr zu verstehen gibt, dass er sie nur als Versagerin sieht. Ihre Mutter, die den Schein der heilen Familie wahren will und Zeta unter Druck setzt, nicht gegen den Vater aufzubegehren. Aber Zeta rebelliert…
„drei songs später“, ein toller Jugendroman über den ganz normalen Teenager-Wahnsinn. Aber auch über schwere Abgründe, wie sie in jeder Familie vorkommen könnten. Es gibt in diesem Buch viel zu schmunzeln und eine Menge zwischen den Zeilen zu lesen. Manchmal bleibt man nachdenklich zurück. Aber eines bleibt am Ende: Die Gewissheit, dass es sich zu kämpfen lohnt.

(ISBN: 978-3-7607-9913-1, Verlag: bloomoon)

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von Tobias Elsäßer

Für Euch gelesen von Stephi:

Unverstanden, hilflos und verzweifelt, so fühlen sich die drei Jugendlichen, als sie in einem anonymen Chat einen Plan schmieden. Sie wollen sich gemeinsam in den Tod stürzen. Womit sie allerdings nicht gerechnet haben, jemand liest heimlich mit…
Das Buch ist weder kitschig noch übertrieben dramatisch, dafür aber sehr spannend geschrieben. Das liegt auch daran, dass der Autor immer wieder zwischen den einzelnen Personen hin und her springt und der Leser dadurch erst im Verlauf des Buches mehr über die einzelnen Jugendlichen und deren Hintergründe, die so verschieden sind, wie die Jugendlichen selbst, erfährt.
Ich finde das Buch wirklich lesenswert, wobei es für den ein oder anderen bestimmt triggernd sein kann.

(ISBN: 3794170903, Verlag: Sauerländer)

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von Paul. G. Quinnet

Es gibt etwas besseres

Für Euch gelesen von Anna, einer Userin:

Das Buch hat mir seinerzeit wirklich sehr geholfen. Der Autor spricht Dich mit dem Buch persönlich an, und man glaub er sitzt einem gegenüber! Nachdem ich das Buch gelesen habe, ging es mir besser. Naja besser nicht, aber der Wunsch nach dem Tod war fast wie weg. Dieses Buch ist toll!

(ISBN 3451047888, Verlag: Herder, Freiburg)

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von Sarah Kuttner

Für Euch gelesen von Sybille:

Das ist die Geschichte einer jungen Frau, die bis zu ihrem Absturz in die Depression ein scheinbar ausgefülltes Leben führt. Ein guter Job in einer Event-Management-Agentur, eine Liebesbeziehung, Freunde, Anbindung an ihre alleinlebende Mutter - diese Säulen lassen sie ein ein leichtes und spannendes Leben leben.
Durch den Verlust ihrer Arbeit und die Erkenntnis, den falschen Mann zu lieben, verliert sie den Boden unter den Füßen und erliegt ihrer ersten Panikattacke, der Beginn ihres Weges durch die Krankheit "Depression".
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich bekam das Gefühl, die Krankheit besser zu verstehen. Es ist lebendig, spannend, traurig, lustig; außerdem steckt eine dicke Portion Optimismus und der Glaube an sich selbst in der Geschichte.

(ISBN 3100422058, Verlag: Fischer)

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von Paulo Coelho

Veronika beschließt zu sterben

Für Euch gelesen von Simone:

Veronika beschließt zu sterben handelt von einer unglücklichen jungen Frau, die sterben will, weil sie ihren Lebenstraum einer Pianistenkarriere einem ereignislosen Alltag geopfert hat, der ohne Herausforderung, ohne Risiko und ohne Passion ist.

Eines Morgens beschließt sie also ihrem Leben ein Ende zu machen, doch sie wacht in einer "Irrenanstalt" auf. Dort teilen die Ärzte ihr mit, dass sie herzkrank sei und nur noch wenige Tage zu leben hätte. Im Angesicht des Todes entdeckt sie, wie schön das Leben sein kann, wenn man darum kämpft und etwas riskiert. So beginnt sie für ihre Zukunft zu kämpfen und verliebt sich zum ersten Mal. Das Buch ist spannend, ergreifend und beinhaltet immer wieder überraschende Wendungen. Es bedrückt und beflügelt einen zugleich- sehr empfehlenswert!

(ISBN 3257062354 Diogenes Verlag AG Zürich)

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von Nick Hornby

A Long Way Down

Für Euch gelesen von Wolfgang:

Martin, Maureen, JJ und Jess treffen sich zufällig in einer Silvesternacht auf dem Dach eines Hochhauses. Was den vier ganz unterschiedlichen Protagonisten gemeinsam ist: sie wollen ihrem Leben mit einem Sprung ein Ende bereiten. Nick Hornby, bislang eher bekannt als Autor von Romanen, die sich autobiographisch um Fußball, speziell um die Liebe zu Arsenal London (Fever Pitch) oder zur Rock-Musik (High Fidelity) drehen, hat einen guten Roman zum Thema Suizidversuch geschrieben. Weder ein kitschiges Rührstück noch einen klamaukigen Schenkelklopfer hat er zustande gebracht. Stattdessen schreibt er aus der subjektiven Sicht eines jeden „Selbstmordkandidaten“ den Weg in die suizidale Krise und den Prozess, den die vier in ihrer unfreiwilligen „Selbsthilfegruppe“ nach dem versuchten Versuch erleben. Dabei legt er ein erstaunliches Maß an Fachkenntnis an den Tag. So lässt er etwa JJ sagen: „Was ich mir klar machte, war: Ich hatte mich nicht umbringen wollen, weil ich das Leben hasste, sondern weil ich das Leben liebte. Ich glaube, in Wahrheit empfinden viele Menschen, die an Selbstmord denken, das genauso. Ich glaube, dass Maureen, Jess und Martin auch so empfinden. Sie lieben das Leben, aber ihres ist total am Arsch – deswegen habe ich sie dort getroffen, und deswegen leben wir alle noch. Wir haben alle oben auf dem Dach gestanden, weil wir keinen Weg zurück ins Leben fanden, und so vom Leben ausgeschlossen sein …. das macht einen einfach fertig.

(ISBN-13:978-3-426-61563-2 Verlag: Knaur)

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von Petra Endres

Für Euch gelesen von Varinia, einer Userin:

Der Suizid des Partners und Vaters hinterlässt quälende Fragen und Schuldgefühle. Dieser bewegende Erfahrungsbericht einer Witwe schildert, wie sie selbst und ihre Kinder den Schock und die Trauer verarbeitet und neue Lebenskraft gewonnen haben. Fassungslos erlebt Petra Endres, dass ihr Mann sich im Schlafzimmer erhängt hat. Wie soll es für sie und ihre beiden kleinen Kinder weitergehen? Mit den Kindern offen über den Tod zu sprechen und ihre Gefühle ernst zu nehmen, erweist sich als Schlüssel für die Verarbeitung. Immer zuversichtlicher vertraut die Autorin ihrer inneren Stimme und findet gemeinsam mit ihren Kindern wieder Boden unter den Füßen. Die Unterstützung der Freunde, die eigene Arbeit und am Ende auch eine neue Liebe sorgen mit dafür, dass es für die Familie ein lebenswertes Leben nach dem Suizid gibt.

(ISBN 978-3-86739-042-2, Verlag: BALANCE Buch + Medien Verlag)

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von Helga Käsler & Brigitte Nikodem

Bitte hört

Für Euch gelesen von Ines:

 Das Buch möchte Personen, die Kindern und Jugendlichen nahe stehen, helfen, mögliche Alarmzeichen frühzeitig zu erkennen. Um einen Selbsttötungsversuch zu verhindern. Ein gut lesbares Buch für alle, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Sehr hilfreich fand ich die umfassende Sichtwiese des Themas „Alarmsignale“ verstehen. Es wird zunächst mittels Fallbeispielen eingestiegen, dann Aspekte und Hintergründe zu suizidalem Verhalten und schließlich Interventionen nach einem Suizidversuch dargestellt. Wer das Buch gelesen hat, geht mir Sicherheit mit offeneren Augen durch die Welt.

(ISBN 3466305403, Verlag: Kösel- Verlag GmbH & Co, München)

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von Manfred Oetzelberger

Suizid

Für Euch gelesen von Daniela:

Jedes Jahr bringen sich in Deutschland mehr Menschen um als es Verkehrsopfer gibt. Ihr Tod hinterlässt Freunde und Angehörige in einem Chaos von Gefühlen. Oft verschweigen sie aus Scham die wahre Todesursache. Manfred Otzelberger hat mit zahlreichen Betroffenen gesprochen, anhand dieser Beispiele zeigt er auf, mit welchen Problemen Hinterbliebene konfrontiert sind und wie sich diese bewältigen lassen. Aus der Sicht der Angehörigen beschreibt er den Freitod in seiner vielfältigen Gestalt: der Freitod des Kindes, der Eltern, eines Geschwisters, des Partners. Der praktische Teil bietet konkrete Hilfe: Ratschläge zur Trauerarbeit, Hinweise zum Umgang mit Behörden, Versicherungen und Medien sowie aktuelle Adressen von Beratungs- und Informationsstellen, von Selbsthilfegruppen und Therapiemöglichkeiten.

(ISBN: 3423362588, Verlag: Dtv)

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von Kay Redfield Jamison

Wenn es dunkel wird

Für Euch gelesen von Daniela:

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation starben in den letzten Jahren mehr Menschen von eigener Hand als durch Krieg und Verbrechen. Jamison untersucht das Phänomen Selbstmord in all seinen Aspekten: Sie gibt den Stand der medizinischen, neurologischen, genetischen und psychologischen Forschung wieder, zieht literarische Zeugnisse, Tagebücher und Abschiedsbriefe von Seneca bis Virginia Woolf heran und wertet Biografien und gerichtsmedizinische Akten aus.

(ISBN: 3442760887, Verlag: Berliner Taschenbuchverlag)

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von Chris Paul

Warum hast du uns das angetan

Für Euch gelesen von Daniela:

Warum hast du uns das angetan? - diese Frage verstößt gegen ein Tabu. Nach einer Selbsttötung wagen es Angehörige meist nicht, ihre eigenen Gefühle der Einsamkeit, Wut und Ohnmacht in den Mittelpunkt zu stellen. Chris Paul beschreibt für Angehörige und alle, die ihnen helfen wollen, ebenso über Schwierigkeiten und Chancen des Trauerns, wenn ein Mensch sich das Leben genommen hat. Meiner Meinung nach ein einfühlsam und verständlich geschriebener Ratgeber für Hinterbliebene nach Suizid.

(ISBN: 3579009893, Verlag: Gütersloher Verlagshaus)

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von Frauke Jauch-Hesse

Und fehlen wirst du uns immer

Für Euch gelesen von Wolfgang:

In Aufzeichnungen, Briefen und Gedichten versucht die Autorin Frauke Jauch-Hesse ihren Weg durch die Trauer um ihren Sohn Nils, der mit 19 Jahren Suizid beging, eindrucksvoll festzuhalten. Auch ihre Homepage www.jauch-hesse.de befasst sich mit dem Suizid ihres Sohnes. In den Augen von Frau Jauch- Hesse kann Hilfe für den Trauernden darin bestehen, die aufkommenden Gefühle von Schuld, Wut und Verzweiflung durch stilles Zuhören und wortloses in den Arm nehmen mitzutragen und vor allem zu ertragen. Dies ist oftmals der einzige Weg, Trauernden ein wenig von der Last des unerträglichen Schmerzes zu nehmen.

(ISBN 3865160735, Verlag: Mein Buch)

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von Marion Weidner

Mein Sohn ist einfach so gegangen

Für Euch gelesen von Wolfgang:

Marion, die für lange Zeit nach dem Suizid ihres Sohnes aktiv in unserem Forum für trauernde Eltern war, hat nun ihre Geschichte in einem Buch verarbeitet. Es heißt "Mein Sohn ist einfach gegangen...." und ist erschienen im Wagner-Verlag.
 In diesem Buch nimmt der Austausch mit Gleichbetroffenen im Forum einen erheblichen Umfang ein. Empfehlenswert.

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von Christa Hömmen

Mal sehen...

Für Euch gelesen von Wolfgang:

Es gibt vieles zum Thema Krise und Suizid in Büchern oder Fachzeitschriften. Die meisten sind aber sehr wissenschaftlich und richten sich eher an Erwachsene. "Mal sehen, ob ihr mich vermisst" von Christa Hömmen ist als rororo-Taschenbuch erschienen und ist vor allem für Jugendliche sehr empfehlenswert

(ISBN 3-499-20547-5).
Das Buch soll vergriffen sein, wie wir erfahren haben. Schade!

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von Marianne Rutz

Utopia Blues

Für Euch gelesen von Wolfgang:

Ein zweigeteiltes Buch: Im ersten Teil versucht die Schweizer Autorin, den Suizid ihres Sohnes Lucas zu verarbeiten. Im zweiten Teil sind Aufsätze verschiedener Fachleute zu finden. Gut gefallen hat uns hier z.B. die verständliche Sprache, mit der depressive Erkrankungen und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten erklärt werden. Dass manche Artikel in Interview-Form geschrieben sind trägt zur leichteren Lesbarkeit bei. Manches kommt aber auch zu kurz. So wird beispielsweise das „Präsuizidale Syndrom“ auf nur einer halben Seite abgehandelt und im Kapitel „Kinder- und Jugendpsychiatrie“ geht es nur um die Schweiz, so dass deutsche/österreichische LeserInnen hier etwas zu kurz kommen. Das Kapitel über Rat- und Hilfemöglichkeiten ist leider nicht auf dem aktuellsten Stand. Hier wurde leider nicht oder nur schlampig recherchiert. Insgesamt trotzdem ein empfehlenswertes Buch, vielleicht aber eher für Eltern, die ein Kind durch Suizid verloren haben.

(ISBN 3715210397, Verlag: Pro Juventute)

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von Horst Petri

Die Psychotherapie mit jungen ErwachsenenFür Euch gelesen von Wolfgang:

Horst Petri ist ein erfahrener Arzt und Psychoanalytiker. Vor allem als Therapeut für junge Erwachsene hat er sich einen Namen gemacht. In seinem Buch beschreibt er, wie aus seiner Sicht eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie funktioniert. Es ist in einfacher, für Laien verständlicher Sprache geschrieben. Auf knapp 100 Taschenbuchseiten schafft er es, gut zu informieren und die Angst vor einer Psychotherapie zu nehmen. Eine gut geeignete Schrift für alle, die sich für eine Psychotherapie interessieren, sich aber nicht so recht trauen….

(ISBN: 3-7831-2714-9; Kreuz-Verlag, Stuttgart)

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